Filme



Ob braun oder rot:

Aktuelles

2014-04-17

Baum des Jahres 2014 gepflanzt - (Sächsische Zeitung - Kamenz)

Drei Trauben-Eichen sollen einmal Schatten spenden
Die Bäume wachsen jetzt auf einer Koppel.
Nebenan entsteht derzeit eine Reithalle.

Von Reiner Hanke

Die Trauben-Eiche ist nicht nur der Baum des Jahres 2014. Um drei junge Exemplare ist jetzt der Pulsnitzer Ortsteil Friedersdorf reicher. Kurz vor dem Tag des Baumes am 25.April pflanzten Kreisforstamtsleiter Christoph Schurr und der Oberlichtenauer Bibelgärtner Maik Förster drei dieser Eichen auf dem Gelände des Ausbildungsstalls Pulsnitztal, auf der Pferdekoppel an der Königsbrücker Straße. Dahinter werde noch eine Streuobstwiese angelegt, so Stallmanagerin Kea Rogowski.

Es sei gar nicht so leicht gewesen, ein geeignetes Grundstück für die Pflanzaktion zu finden, sagt Maik Förster. Immerhin kann so ein Baum 30 Meter hoch werden und die mächtige Krone 15 Meter in die Breite wachsen und noch in 1000Jahren an dieser Stelle stehen. Die Trauben-Eiche ist neben der Stiel-Eiche die in Deutschland heimische Eichenart. Die beiden Arten machen auch die Masse des Bestandes im Kreis aus. Den schätzt der Forstamtsleiter grob auf 600000, etwa die Hälfte Trauben-Eichen. Das klingt viel, ist es aber nicht. Im Kreis liegt der Anteil der Eichen insgesamt nur bei fünf Prozent, obwohl in den vergangenen Jahren viele junge Eichen nachgepflanzt worden seien. Drei Trauben-Eichen sind nun hinzugekommen. Die stehen jetzt in gebührendem Abstand voneinander auf der Koppel. Sie werden den Tieren einmal Schatten spenden und sie vor Wind schützen, freut sich Kea Rogowski. Der blies an diesem Morgen eisig, während Christoph Schurr und Maik Förster den Pflanzspaten gut 40 Zentimeter tief schoben, um die Bäumchen einzupflanzen. Mit der Axt trieb Schurr noch drei Pflöcke in die Erde, die den Bäumchen Halt geben werden. Ein Plastik-Gitter bietet Schutz vor hungrigen Tieren. Neben der Koppel und dem Reitplatz entsteht derzeit eine neue Reithalle. Nutzer werden vor allem die Mitglieder des neu gegründeten Pferdesportvereins Pulsnitztal sein, erklärt Stallmanagerin Kea Rogowski. Ihre Tochter Judith Rogowski leitet den Verein, Tochter Ann-Katrin Veerstegen, Pferdewirtschaftsmeisterin, ist Chefin des Ausbildungsstalles mit derzeit elf Pferden. Die Investition in die Halle hat gute Gründe. Kea Rogowski erklärt: „Wir brauchen mehr Platz für die Bewegung der Pferde.“ Deren Zahl soll von elf auf 20 steigen. Deshalb werde im nächsten Jahr auch die Koppel von zwei auf sechs Hektar Fläche erweitert. Vor zweieinhalb Jahren wurde mit dem Reitbetrieb begonnen. Der werde sehr gut angenommen. So gehören auch viele Kinder zu den begeisterten Reitschülern. Es gibt sogar eine Warteliste für die Anfängerreitstunden. Bald ist mehr Platz für den Reitsport. Gestern rollte noch einmal Beton für das Fundament der neuen Halle an. Im Juli soll sie fertig sein. Und die drei jungen Trauben-Eichen? Wenn der Sommer nicht zu trocken werde, dann hätten sie einen optimalen Start, wünscht sich Dr. Schurr.