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2012-11-11

Berittener Römer in Obelichtenau

Die Kirche in Obelichtenau heißt St. Martins-Kirche, ein katholischer Name. Weil Luther mit Vornamen Martin hieß, verschonte die Reformation Oberlichtenau mit einer Kirchenumbenennung.
Deshalb feiert Oberlichtenau am 11.11. (Bestattungsdatum des Martin von Tours im Jahre 397) neben Karneval natürlich den Martinstag. Unsere Dorffeuerwehr sicherte den Martinsumzug verkehrstechnisch ab. An der Spitze des Umzuges ritt ein "echter" Römer voraus.
Vorher hörten die Teilnehmer die Martinsgeschicht in der Kirche:
Martin war vor 1600 Jahren ungarischer Soldat und teilte seinen Mantel mit einem Bettler.
Die neue Gemeindepädagogin Frau Schilling übersetzte die Geschichte ins Heute:
Einige Kinder in Dresden, Pirna und Pulsnitz hätten nichts zu essen.
Im Gespräch bei Glühwein und Soljanka korrigierte die neue Mitarbeiterin die Aussage, dass es hungernde Kinder in Pulsnitz gibt - es war ein Versprecher.
Im gesamten Landkreis Bautzen (Über 300.000 Einwohner) gibt es ca. 13 Kinder die extrem vernachlässigt werden und für die der Landkreis einen Hilfsfond für Mittagessen eingerichtet hat.

Soziales Engagement im Sinne Martins heute heißt:
Gründung eines Vereins;
Mitwirkung im Elternrat oder Gemeindeparlament;
Sich um wenigstens einen Mitmenschen kümmern, dem es nicht so gut geht wie mir selbst;
Ein Päckchen für Weihnachten im Schuhkarton packen.
Eine Familie gründen und zu dieser stehen;
Es darf kein Kind vernachlässigt werden, wir brauchen jedes Kind - da sind alle gefordert!

In der Kirche und danach im "Römerlager" gab es leckere Martinsbrötchen.
Croissants, wir nennen die bei uns auch Martinshörnchen,
sind nach einer Legende erstmals zur Zeit der türkischen Belagerung in Wien gebacken worden - die Christen verspeisen das Türkensymbol den Halbmond, als Sieg über den Islam bis heute.
Die Türken hatten dieses Symbol vorher von Konstantinopel (Stadtwappen) als Zeichen des Sieges über das Christentum eingeführt. Deshalb verwendet das der Islam bis heute als Siegessymbol über das Christentum.

Guten Appetit!

P.S. Wenn man das liest - ist bei uns (in Pulsnitz) die Welt noch in Ordnung:
In West-Kindergärten Martinsfest abgeschafft