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2010-04-03

Erinnerungen an Dr. Helmut Kohl

Zum 80. Geburtstag von Dr. Helmut Kohl erinnere ich mich gern an die einzige Begegnung die ich mit ihm hatte:

1995 war ich mit anderen Jugendmitarbeitern in das Bundeskanzleramt nach Bonn eingeladen. Als Initator des ersten christlichen Jugendzentrums, welches nach der friedlichen Revolution in den neuen Bundesländern errichtet wurde, kam ich auf die Liste der Eingeladenen.

Wir ca. 30 Personen saßen erwartungsvoll um den großen Tisch im Kanzleramt. Groß und kraftvoll kamm Dr. Kohl zur Tüt herein und äußerte sinngemäß: "Sie sehen ja so verklemmt aus, ich lass Ihnen erst einmal guten Pfälzer Wein servieren - das lockert bissel auf."

An zwei Antworten der Konsultation der Jugendmitarbeioter kann ich mich gut erinnern und zitiere diese heute noch gern:

Frage an Dr. Kohl:
Was würden Sie als Leiter einer Jugendreinrichtung als Wichtigstes den Jugendlichen mit auf den Weg geben?

Spontane sinngemäße Antwort von Dr. Kohl:
Ich würde denen sagen, dass sie ihren Traum verwirklichen sollen! Wer eine Familie gründen will soll sich eine Frau suchen und die nicht nur hinhalten sondern heiraten und Kinder zeugen. Wer den Traum von einer eigenen Firma hat, der soll zum Gewerbeamnt gehen, 20 Mark bezahlen und seinen Betrieb anmelden und dann kämpfen, dass es etwas wird. Kämpfen auch bei Niederlagen das gehört dazu.

Frage an Dr. Kohl:
Was ist das Ärgerlichste im politischen Geschäft für Sie gewesen?

Antwort Dr. Kohl:

Das die Familie in Haftung genommen wird. Wenn in der Schule die Turnhalle kalt war, forderte der Sportlehre meine Kinder auf ihrem Vater das zu sagen, dass er sich darum kümmern solle.

Zum Geburtstag:
Also Helmut - Gottes Segen zum 80. für Deinen weiteren Weg und danke, dass Du entscheidend mitgeholfen hast uns vom Joch des Kommunismus zu befreien !


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